Archiv für Dezember 2009

ext3 in ext4 konvertieren

Da ich gestern freundlicher Weise von Lesern darauf aufmerksam gemacht wurde (danke nochmals :D), dass der Dateisystemcheck unter ext4 wesentlich schneller vonstatten geht, habe ich heute meine Rootpartition auf ext4 umgestellt.
Dazu bin ich folgendermaßen vorgegangen:

Boot in einer LiveCD, da die zu ändernde Partition nicht eingebunden sein darf. Ich habe mich für PartedMagic entschieden, da es komplett aus dem RAM läuft.
Nachdem die CD gebootet hat guckt man in der LiveCD welche Bezeichnung die Platte bzw. Partition hat, die man ändern möchte.

fdisk -l

In meinem Fall war es wieder sda1. Anschließend geht es an das Konvertieren von ext3 zu ext4:

tune2fs -O extents,uninit_bg,dir_index /dev/sda1/

Ganz wichtig, nach der Konvertierung (dauert nur ein paar Sekunden) muss unbedingt ein fsck laufen:

fsck -fCVD /dev/sda1/

Dann wird die Partition gemountet, die man so eben umgestellt hat, um die Datei /etc/fstab/ noch auf ext4 anzupassen. Dazu ändert man in der Datei die Zeile

UUID=EureUUID / ext4 relatime 0 1

einfach von ext3 auf ext4. Reboot fertig.
Natürlich kann bei solchen Aktionen immer etwas schief gehen, deshalb denkt vorher an die Datensicherung…

fsck Intervall manuell ändern

Wenn es Euch auch nervt, dass fsck bei jedem 20igsten Bootvorgang die komplette Platte überprüft, bei 1,5 TB kann das ziemlich lange dauern, können mit tunefs die Intervalle für den fsck-Check heraufgesetzt bzw. bei Bedarf herabgesetzt werden. Dazu guckt Ihr einfach unter /etc/fstab/ nach der Bezeichnung der Platte für die Ihr den Wert ändern wollt.

Änderung des Intervalls auf 40 Boots als Root:
tune2fs -c 40 /dev/sda1/
Fertig. :D

Fglrx (propritärer Grafikkartentreiber von ATI) unter Debian Squeeze installieren

Um den propritären ATI Grafikkartentreiber unter Squeeze zu installieren sind ein paar andere Schritte als unter Lenny bzw. Etch notwendig.

Installation

Benötigte Pakete für die Installation des Treibers installiern:

root@debian:~# aptitude install module-assistant debhelper debconf libstdc++5 libstdc++6 gcc bzip2 fakeroot build-essential linux-headers-`uname -r`

Entweder den Treiber aus dem Repository installieren (hab ich gemacht)

fglrx-ativentsd
fgrlx-control
fglrx-driver
fglrx-glx
fglrx-glx-ia32
fglrx-kernel-xxx
fglrx-modules-dkms
fglrx-source

oder den aktuellsten Treiber von der ATI-Homepage laden und installieren. Die heruntergeladene Datei ausführbar machen:

chmod +x ati-driver-installer-versionX

Pakete erzeugen:

./ati-driver-installer-versionX --buildpkg Debian/squeeze

Pakete installieren:

dpkg -i *.deb

Kernel Modul erzeugen


m-a build fglrx && m-a install fglrx

Händisch xorg.conf erzeugen
Eine xorg.conf war auf meinem Squeeze komischer Weise nicht vorhanden. Die xorg.conf lies sich auf meinem System auch mit dem Befehl X -configure nicht erzeugen, deshalb habe ich einfach mit einem Texteditor unter /etc/X11/ die leere Datei xorg.conf erzeugt.

xorg.conf befüllen

So lässt man sich die xorg.conf automatisch befüllen:

aticonfig --initial --input=/etc/X11/xorg.conf


Kernelmodul laden

Diesmal musste ich auch noch das fglrx-Kernelmodul händisch laden:

modprobe fglrx

Neustart und der fglrx-Treiber läuft. :)

Weiterführende Links / Troubleshooting:

Ich hab diese beiden Varianten für meine Installation gemixt, hat wunderbar geklappt:

Debianforum-Wiki

Debianwiki

Frohe Weihnachten!

Ich wünsche Euch allen frohe und besinnliche Weihnachten!
Lasst Euch schön beschenken und verbringt die Feiertage ohne den obligatorischen Familienstreit. ;)

Last.fm Streams mit TheLastRipper aufnehmen

Nachdem mein Artikel über OperaUnite und Mp3s teilweise die Gemüter etwas erhitzt hat, zeige ich heute einen Weg auf, ganz legal, zumindest in Deutschland, an Musik zu kommen.
Dazu benötigt man die Software TheLastRipper , einen Last.fm Account und am besten eine Flatrate ;-).

Installation

Bei den meisten Distributionen liegt die Software bereits in den Repos vor. Also wie gewohnt über den Paketmanager einspielen.

Benutzung

Unter “Preferences” muss man seinen Last.fm-Account eintragen und im Reiter “Music directory” den Ornder angeben, in dem die Mp3s gespeichert werden sollen.
Nach einem Klick auf Login verbindet sich der Ripper zu Last.fm.

Einstellungen

Anschließend kann man Musik nach den folgenden Kriterien aufrufen:

Tag
Similar artist
Playlist
Personal
Loved
Recommended
Neighbours
Group
lastfm://

Also z. B. wie ich als Similar Artist “Nightrage” eintragen auf “Tune in” klicken und Lieder die denen ähnlich von Nightrage sind rippen lassen :)
TLR legt die gerippten Musikstücke schon mit ausgefülltem ID3-Tag in einer übersichtlichen Verzeichnishierarchie in CD-Qualität ab: Künstler – Album – Lieder

TheLastRipper in Aktion


Weiterführende Links

Ausführlich beschrieben mit so manchen Tricks ist die Benutzung im Ubuntuusers-Wiki. Hier findet man auch den Paragrafen, der das Rippen legalisiert.

Download Manager unter Gnome: Uget

Auf der Suche nach einem guten GTK-Gegenstück zu KGet bin ich auf Uget gestoßen, einen kleinen und einfach zu benutzenden Download Manager.
Er integriert sich wirklich super in den Gnome-Desktop und bietet folgende Features:

Integration von FlashGot
Abgebrochene Downloads fortsetzen, ohne nochmal alles von vorne zu laden
Warteschlange
Batchdownload
Command Line Support

Fedora-Nutzer greifen einfach auf das Paket im Repo zurück, Debian-Testing-Nutzer installieren sich das Paket von unstable, das läuft bei mir ohne Probleme. Unter Archlinux findet man das Paket im AUR.

Derzeit lade ich wie auf dem Screenshot ersichtlich die Debian Testing DVD. Ich muss diese nicht in einem Rutsch zu Ende laden, da ich ja abgebrochene Downloads fortsetzen kann. Das ist für mich das Killer-Feature schlecht hin :D

Uget in Aktion

OperaUnite lädt zur (unbeabsichtigten) Urheberrechtsverletzung ein

Ich stehe Operas integriertem Server Unite etwas skeptisch gegenüber. Bei Unite handelt es sich um einen integrierten Server im Webbrowser Opera. Mit Unite können (unerfahrene!) Nutzer ihren PC in einen Server verwandeln um für Freunde, Verwandte etc. Bilder, Blogeinträge etc. bereitzustellen. Außerdem bietet Unite zusätzlich einen Service um Musik zu streamen / vorzuhalten.

Genau hier liegt der Knackpunkt, jeder “Server” ist mit name.operaunite.com zu erreichen, solange der PC an ist.
Jetzt wird es manchen schon wie Schuppen von den Augen fallen… Manche Nutzer haben den Musikdienst eben nicht abgeschottet somit lassen sich mit einer simplen Suchmaschinen-Anfrage nach Mp3s ganze Musiksammlungen abgrasen. Ich bin schon neugierig, wann GEMA und andere einschlägige Stellen gegen OperaUnite vorgehen werden…

Also solltet ihr auch Musik auf eurem “Server” haben, guckt bitte nach ob davon auch wirklich nichts davon von außen erreichbar ist. Nicht, dass ihr noch einen unangenehmen Brief bekommt…

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