Archiv für Oktober 2011

Ubuntu 11.10 mit “built-in virus protection” – Jetzt Virenscanner Onboard?

Neugierig geworden durch Canonicals aktuelle Pläne, Ubuntu aggressiver Unternehmenskunden schmackhaft zu machen, 5-Jahres-Support für die LTS-Version etc., habe ich mir die Features der neusten Version von Ubuntu 11.10 auf der Homepage angesehen.

Folgender Satz sprang mir dabei gleich ins Auge

“A built-in firewall and virus protection come as standard”

Was? Viren-Schutz als Standard, wurde ClamAV oder irgendein anderer
Virenscanner in die Standardsoftwareauswahl aufgenommen?

Etwas weiter unten wird Stichpunktartig auf die Security-Features eingegangen:

Automatic security updates
Defence against viruses
Anti-phishing
File encryption
Password protection
Built with security in mind

Hier ist jetzt die Rede von einem Schutz gegen Viren, kein Hinweis auf einen Virenscanner. Eigentlich, das was die meisten Linux Distributionen an Standard-Schutz bieten. Also habe ich kurzer Hand Google bemüht und bin auf einen Eintrag bei askubuntu.com gestoßen. Hier wird der “Eingebaute Virenschutz” erklärt, frei übersetzt:

- Die installation von Software funktioniert nur als Superuser (root), zusätzlicher Schutz durch Apparmor.
– Sicheres Software-Repo-Model, auch durch den Test der Softwarepakete durch Maintainer
– Getestete Software durch den offenen Quellcode, dadurch weniger Bugs.
– Schnelle Software-Patches.

und noch mehr Punkte wie Checksummen etc. werden weiter unten auch aufgeführt.

Also nix mit Virenscanner. In der Regel ist auf einem reinen Linux-System bis Dato auch kein Scanner von Nöten. Nichtsdestotrotz finde ich die Phrase “built-in.. virus protection” grenzwertig, auch wenn sie wohl hauptsächlich marketingtechnischen Gründen geschuldet sein wird. Dem unwissenden Leser wird hier mehr eine eingebaute Antiviren-Lösung suggeriert, gerade da sich Ubuntu an Anfänger bzw. Umsteiger richtet. Besser fände ich persönlich “secure by default” oder etwas in dieser Richtung.

Fazit

Also kein eingebauter Virenscanner, sondern “secure” nach bestem Wissen und Gewissen. ;)

Kurze persönliche Meinung zum aktuellen Kursschwenk:
Persönlich begrüße ich den Schwenk des Supports der LTS-Version auf 5 Jahre, Unternehmens- und Privatkunden denen Stabilität wichtiger wie neuese Features sind, bekommen nun zu Redhat Enterprise, Suse Linux Enterprise und Debian Stable eine zusätliche Alternative ab Ubuntu 12.04. Die 12.04 werde ich mir auf jeden Fall auf einem meiner Systeme installieren und ausgibig testen. :)

Installation Enlightenment E17 unter Debian Wheezy

Vor gut einem Jahr habe ich ein HowTo zur Installation von E17 mittels einer Fremdquelle unter Debian Squeeze verfasst. Laut dem letzten Kommentar scheint es nun mit der Installation unter Squeeze Probleme zu geben. Mangels Squeeze-Installation kann ich hierzu leider nicht mehr viel sagen.

Aber ;)

zu Wheezy und E17 kann ich etwas sagen. Nie war es bisher unter Debian (Testing/Unstable) so einfach E17 auf seine Platte zu verfrachten. Hierzu installiert man sich einfach das Paket

e17

und schon werkelt Enlightenment auf dem PC.

Enlightenment E17

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