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Linux Lernkurve steigern

Da mich Freunde und Bekannte öfter darauf ansprechen, wie sie ihr Linuxwissen erweitern können und ich jedes mal dieselbe Antwort bzw. Tipps gebe, fasse ich diese hier in diesem Artikel zusammen. Dann kann ich zukünftig gleich auf diesen Beitrag verweisen 😉

1. Studiere die Dokumentation deiner Distribution aufmerksam

Um einen guten Überblick über die Features der eingesetzten Distribution zu bekommen ist es sinnvoll, die mitgelieferte oder online verfügbarstehende Dokumentation zu lesen. Hier gibt es meist Infos zu Repositories mit unfreien Paketen (Codecs, Flash etc.), dem Paketmanagement, Sicherheit und distributionsspezifischen Besonderheiten.

2. Lies und poste Beiträge im Forum der Distribution

Viel Wissenswertes, gerade im Hinblick auf Fehlerlösungen findet man in den Foren. Hier geben meist langjährige Nutzer der Distri wertvolle Tipps zum Umgang und zur Fehlerbehebung deines lieblings Linux‘. Das erspart einem meist Zeit und vorallem Nerven. 😉

3. Befrage das Wiki

Für die meisten größeren Distributionen stehen umfangreiche Wikis bereit.
Nutze diese, sie stellen Wissen, Tipps, Tricks in konzentrierter Form bereit.

4. Google kennst du, also benutze es auch 😉

Versuch mit der Google-Linuxsuche deinem Problem auf den Grund zu kommen. Über die Linuxsuche finest du Wikieinträge, Blogeinträge, Mailinglisten etc. zu deinem Problem / Frage.

5. Experimentiere mit verschiedenen Distributionen

Wenn Du dich fit genut fühlst um von Anfängerdistributionen auf die für erfahrerene Benutzer umzusteigen, dann probier es aus. Hierfür bietet sich z. B. Virtualbox oder Aqemu an. Mir hat das Aufsetzen von Archlinux am meisten Wissen vermittelt, bei der Installation muss man sich intensiv mit dem Aufbau von Distributionen, der Konsole, Logfiles und dem Zusammenspiel verschiedenen Komponenten befassen. Alternativ kann man auch Gentoo aufsetzen. Das viel bei mir aber flach, hatte keine Lust ewig vor dem Kompilierungsvorgang zu sitzen ;-).

6. Durchforste die Bugdatenbank / schreib einen Report

Evtl. hat jemand dasselbe Problem wie du und hat schon einen Bugreport dazu geschrieben. Dann können die Developer auf das Problem reagieren, evtl. wurde sogar ein Workaround veröffentlicht. Sollte es keinen geben, schreibe einen Report mit der Beschreibung deines Problems.

7. Gib nicht auf

Wenn etwas auf Anhieb nicht klappt, klemm dich dahinter. Ich sag nur „learning by doing“. 🙂

Wenn mir noch etwas einfällt erweitere ich den Artikel.
Sollte Euch noch etwas einfallen, bitte fleißig Kommentare schreiben. 🙂

Nützliche Links:

Debiananwenderhandbuch
Debianwiki
UbuntUsers-Wiki
dt. Archlinux-Wiki
engl. Archlinuxwiki
OpenSuse-Doku
Sidux-Wiki

Bootbare Live-USB-Sticks mit UNetbootin erstellen

Wer ein Linuxlivesystem immer mit sich führen will, wird nicht eine ganze CD/DVD mit sich herumschleppen, sondern einen kleinen, handlichen USB-Stick. Früher war es ein erheblicher Aufwand, das Linux seiner Wahl auf den Stick zu bekommen. Siehe z. B. Debianwiki. Da mir das auf dauer zu anstrengend war, hab ich mich auf die Suche nach Alternativen begeben. Natürlich bin ich im Reich der freien Software fündig geworden: UNetbootin

UNetbootin steht für Universal Netboot Installer. Mit dieser Software ist es möglich ohne die Zuhilfenahme von CDs/DVDs, direkt vom ISO-Abbild einen Bootbaren Linux/BSD USB-Stick zu erstellen. Sie ist für Linux und Windows verfügbar.

Bootbaren USB-Stick generieren

Diese Schritte sind zu erledigen:

– UNetbootin starten
– Distribution auswählen
– Version der Distribution auswählen
– ISO auswählen
– evtl. eigenen Kernel, initrd, Optionen angeben
– USB-Stick anstöpseln und auswählen
– warten 😉

UNetbootin

UNetbootin

Folgende Distributionen werden bis jetzt unterstützt:

Debian
Ubuntu
LinuxMint
OpenSuse
ArchLinux
Fedora
FreeBSD
Frugalware
Elive
und einige mehr 🙂

In diesem Sinne, viel Spaß beim Live-USB-Stick generieren 😀