Datenrettung mit photorec

Beim testen von KDE 4.0 wollte ich mit Dolphin Fotos von meiner SD-Karte auf meine externe Festplatte übertragen. Nachdem ich den Übertragungsvorgang angestoßen hatte brach dieser mitten im Kopiervorgang ab. Als ich dann auf die Speicherkarte und Fesplatte sah, waren keine Fotos mehr vorhanden. Leider hat meine Freundin mitbekommen, dass die Urlaubsfotos jetzt futsch waren… Der Haussegen hing nun ordentlich schief… 😉

Zum Glück bin ich mal über Photorec gestolpert und konnte mich auch noch an die Funktionen der Software erinnern. Photorec ist zum wiederherstellen gelöschter Bilder, MP3s, OGGs, PDFs etc.

Da ich die Nacht nicht auf dem Sofa verbringen wollte war ich froh, als ich sie im Paket testdisk endeckte. Hier mal schematisch, welche Schritte zur Wiederherstellung nötig sind:

– Festplatte / Speicherkarte / USB-Stick anschließen
– photorec in der Konsole starten
– wiederherzustellendes Medium auswählen
– Partitionstabelle auswählen (i. d. R. [Intel] Intel/PC partition)
– wiederherzustellende Partition auswählen
– evtl. Optionen ändern
– auswählen welche Dateien wiederhergestellt werden sollen (jpg, bmp, mp3 etc.)
– Filesystem des Zielorts auswählen
– Zielort auswählen
– warten bis alles wiederhergestellt wurde

Wer diese Schritte bebildert sehen will bitte klicken.

Ach ja eh ichs vergess, ich musste nicht auf dem Sofa schlafen, alle Bilder waren nach dem Recoveryvorgang wieder vorhanden. 😀

Hallo Debianforum!

Nun ist mein Blog auch auf planet.debianforum.de verlinkt.
Vielen Dank noch mal an Sebastian Feltel!

Kurztipp: Dateien mit split aufteilen

Man hat sich z. B. ein DVD-Image mit 4,2 GB heruntergeladen, dieses passt aber nicht auf den 4 GB USB-Stick, dann kann man das Image aufteilen. Dazu gibt man folgendes in der Konsole ein:

split -b 2100M dvd.iso split-dvd.iso

Es werden jetzt 2 ISO-Dateien (split-dvd.iso.aa / split-dvd.iso.ab) mit 2,1 GB Größe angelegt. Um auf dem Zielsystem die Dateien wieder zu einer zusammen zu fügen, folgendes in der Konsole eingeben

cat split-dvd.iso* > dvd.iso

Mehr Infos zu split: man split

Linux Lernkurve steigern

Da mich Freunde und Bekannte öfter darauf ansprechen, wie sie ihr Linuxwissen erweitern können und ich jedes mal dieselbe Antwort bzw. Tipps gebe, fasse ich diese hier in diesem Artikel zusammen. Dann kann ich zukünftig gleich auf diesen Beitrag verweisen 😉

1. Studiere die Dokumentation deiner Distribution aufmerksam

Um einen guten Überblick über die Features der eingesetzten Distribution zu bekommen ist es sinnvoll, die mitgelieferte oder online verfügbarstehende Dokumentation zu lesen. Hier gibt es meist Infos zu Repositories mit unfreien Paketen (Codecs, Flash etc.), dem Paketmanagement, Sicherheit und distributionsspezifischen Besonderheiten.

2. Lies und poste Beiträge im Forum der Distribution

Viel Wissenswertes, gerade im Hinblick auf Fehlerlösungen findet man in den Foren. Hier geben meist langjährige Nutzer der Distri wertvolle Tipps zum Umgang und zur Fehlerbehebung deines lieblings Linux‘. Das erspart einem meist Zeit und vorallem Nerven. 😉

3. Befrage das Wiki

Für die meisten größeren Distributionen stehen umfangreiche Wikis bereit.
Nutze diese, sie stellen Wissen, Tipps, Tricks in konzentrierter Form bereit.

4. Google kennst du, also benutze es auch 😉

Versuch mit der Google-Linuxsuche deinem Problem auf den Grund zu kommen. Über die Linuxsuche finest du Wikieinträge, Blogeinträge, Mailinglisten etc. zu deinem Problem / Frage.

5. Experimentiere mit verschiedenen Distributionen

Wenn Du dich fit genut fühlst um von Anfängerdistributionen auf die für erfahrerene Benutzer umzusteigen, dann probier es aus. Hierfür bietet sich z. B. Virtualbox oder Aqemu an. Mir hat das Aufsetzen von Archlinux am meisten Wissen vermittelt, bei der Installation muss man sich intensiv mit dem Aufbau von Distributionen, der Konsole, Logfiles und dem Zusammenspiel verschiedenen Komponenten befassen. Alternativ kann man auch Gentoo aufsetzen. Das viel bei mir aber flach, hatte keine Lust ewig vor dem Kompilierungsvorgang zu sitzen ;-).

6. Durchforste die Bugdatenbank / schreib einen Report

Evtl. hat jemand dasselbe Problem wie du und hat schon einen Bugreport dazu geschrieben. Dann können die Developer auf das Problem reagieren, evtl. wurde sogar ein Workaround veröffentlicht. Sollte es keinen geben, schreibe einen Report mit der Beschreibung deines Problems.

7. Gib nicht auf

Wenn etwas auf Anhieb nicht klappt, klemm dich dahinter. Ich sag nur „learning by doing“. 🙂

Wenn mir noch etwas einfällt erweitere ich den Artikel.
Sollte Euch noch etwas einfallen, bitte fleißig Kommentare schreiben. 🙂

Nützliche Links:

Debiananwenderhandbuch
Debianwiki
UbuntUsers-Wiki
dt. Archlinux-Wiki
engl. Archlinuxwiki
OpenSuse-Doku
Sidux-Wiki

Kurztipp: Blockiertes CD-Laufwerk unter Wine freigeben

Zum auswerfen von blockierten CD- / DVD-Laufwerken durch Wine folgenden Befehl in der Konsole eingeben:

wine eject

Kurztipp: In der Konsole FLV in MP3 umwandeln

Man kann auch auf der Konsole aus einem FLV die Audiospur als MP3 auslesen.
Mit folgendem Befehl:

ffmpeg -i VIDEO.flv -f mp3 -vn -acodec copy AUDIO.mp3

Bootbare Live-USB-Sticks mit UNetbootin erstellen

Wer ein Linuxlivesystem immer mit sich führen will, wird nicht eine ganze CD/DVD mit sich herumschleppen, sondern einen kleinen, handlichen USB-Stick. Früher war es ein erheblicher Aufwand, das Linux seiner Wahl auf den Stick zu bekommen. Siehe z. B. Debianwiki. Da mir das auf dauer zu anstrengend war, hab ich mich auf die Suche nach Alternativen begeben. Natürlich bin ich im Reich der freien Software fündig geworden: UNetbootin

UNetbootin steht für Universal Netboot Installer. Mit dieser Software ist es möglich ohne die Zuhilfenahme von CDs/DVDs, direkt vom ISO-Abbild einen Bootbaren Linux/BSD USB-Stick zu erstellen. Sie ist für Linux und Windows verfügbar.

Bootbaren USB-Stick generieren

Diese Schritte sind zu erledigen:

– UNetbootin starten
– Distribution auswählen
– Version der Distribution auswählen
– ISO auswählen
– evtl. eigenen Kernel, initrd, Optionen angeben
– USB-Stick anstöpseln und auswählen
– warten 😉

UNetbootin

UNetbootin

Folgende Distributionen werden bis jetzt unterstützt:

Debian
Ubuntu
LinuxMint
OpenSuse
ArchLinux
Fedora
FreeBSD
Frugalware
Elive
und einige mehr 🙂

In diesem Sinne, viel Spaß beim Live-USB-Stick generieren 😀

Aqemu – Virtuelle Maschinen grapisch verwalten

Auf der Suche nach freien Alternativen zu Virtualbox bin ich auf Aqemu, ein grapisches QT4-Frontend für qemu gestoßen. Da ich qemu schon auf der Kommandozeile kannte, hab ich hin und her überlegt ob ich es überhaupt installieren soll… 😉

Nachdem die Neugierde doch überwog, hab ich über apt das Paket aqemu installiert. Ich war gleich angenehm überrascht, mit allen Abhängigkeiten (inkl. qemu) wurden nur ca. 8 MB Platz nach der Installation belegt. Nach dem Start der Software begrüßte mich ein Fenster, das ähnlich wie das von Virtualbox aussieht. Also schon mal keine große Umgewöhnung zu meiner jetzigen Virtualisierungslösung. 🙂 Eins vorweg, leider gibt es noch keine deutsche Lokalisierung für Aqemu unter Sid.

Einstellungsfenster

Einstellungsfenster

Um eine Virtuellemaschine einzurichten viel meine Entscheidung auf den Wizard. In ein paar Schritten lässt sich kinderleicht eine neue Maschine samt virtueller Festplatte einrichten. Dabei ist die Generierung der virtuellen Platte unter Aqemu viel schneller als unter Virtualbox erledigt. Kein ewig langes warten bis eine 10 GB Platte eingerichtet/erstellt ist, nach dem Klick auf Apply ist die Machine bereit. Was ich auch toll finde, eine Netzwerkverbindung von der virtuellen Netzwerkkarte zur realen klappt auf Anhieb.

Da nun eine Netzwerkverbindung besteht habe ich über den Reiter „Device Manager“ die neueste Version von Frugalware Netinstall direkt aus der ISO-Datei installiert. Hier seht selbst, Installation von Frugalware unter Aqemu:

Aqemu Frugalware Installation

Aqemu Frugalware Installation

Nun läuft Frugalware unter (A)qemu anstandslos. Bedingt durch den geringeren Speicherverbrauch (Fesplatte), der schnellen Einrichtung und der intuitiven GUI wird Aqemu, Virtualbox auf meinem Schleppi ablösen. 😀 Das einzige was mich jetzt noch stört ist der fehlende USB-Support, dazu müsste ich mir einen neuen Kernel backen… Mal gucken, wenn ich mal die Muße dazu habe mach ichs vielleicht. 😉

Tucan ein JDownloader Ersatz?

Grafische Tools zur Verwaltung von One-Click-Hostern gibt es unter Linux leider noch nicht so viele. Über den Platzhirsch JDownloader hab ich bereits einen kleinen Eintrag verfasst. Heute werfe ich einen Blick auf die Software Tucan, welche in den Paketquellen Eurer Lieblingsdistribution vorhanden sein sollte.

Tucan ist eine in Python geschriebene Software zur Verwaltung von Downloads der Seiten Rapidshare, Megaupload, Filefactory etc. Die unter der GPL stehende Software unterstützt in ihrem frühen Entwicklungsstadium sogar die CAPTCHA-Erkennung.

1. Installation

Zur Installation gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, da die Software bei Archlinux, Debian (testing, unstable), Fedora und Ubuntu (Karmic) bereits als fertiges Paket vorliegt. Wenn man es über seinen Paketmanager einspielt werden daher alle Abhängigkeiten automatisch aufgelöst.

2. Start und Einrichtung

Gestartet wird die Software unter KDE4 über Programme->Netzwerk->Tucan
Nach dem die Software wirklich schnell geladen wurde, begrüßt einen der Einstellungsdialog mit drei Reitern:

Allgemein
Einstellung der Sprache, der Down- und Uploadgeschwindigkeit und des Speicherorts für die Dateien

Servicekonfiguration
Freischaltung der One-Click-Anbieter

Erweitert:
(geringe) Möglichkeiten zum Feintuning

Einstellungsdialog

Einstellungsdialog

Nachdem man seine Einstellungen vorgenommen hat, ist man schon mitten in der Tucanoberfläche.

Startbildschirm

Startbildschirm

3. Funktionen

Der Funktionsumfang ist noch stark verbesserungsbedürftig. Es gibt derzeit lediglich die Möglichkeit einzelne Links einzufügen. Die Funktion zum einfügen von Updloads wurde in die aktuelle Version 0.3.8 alpha noch nicht implementiert.

Vorteile ggü. JD:
– weniger aufgebläht, nur ca. 8 MB mit allen Abhängigkeiten / Kein Java nötig
– super schneller Programmstart

Nachteile ggü. JD:
– viel weniger Funktionen
– nicht die Einstellungstiefe wie JD
– kein Support für Container-Dateien (für mich Ausschlusskriterium)
– kleinere Auswahl an unterstützten One-Click-Hostern
– fehlende Verwaltung von Premiumaccounts

Mein Fazit, das ich nach meinem Test ziehe ist durch aus positiv, gerade in Anbetracht des frühen Entwicklungsstandes. Die Hauptfunktionalität ist gegeben, man kann einzelne Links komfortabel über eine GUI verwalten und downloaden. Die Software läuft bei mir unter Sid ohne Abstürze oder Bugs. Für One-Click-Poweruser ist die Software definitiv nichts, da keine Container unterstützt werden. Für Gelegenheitsuser ist Tucan trotz seiner Alphaversion auf jeden Fall einen Blick wert.

JDowloader einrichten

Da ich im Debianforum einen Thread zu JDownloader supportet habe und dieser recht unübersichtlich geworden ist, möchte ich hier nun die einzelnen Schritte zusammenfassen.

Für die, die JDownloader nicht kennen: JD ist eine Javasoftware um (Container)Dateien von One-Click-Hostern wie Rapidshare, Megaupload etc. in einem Rutsch downloaden zu können.

Features:
– Containerverarbeitung (dlc, ccf etc.)
– automatisches entpacken / mit Passwort
– automatisches zusammenfügen gesplitteter Archive
– Routerreconnect -> schnellerer Download gesplitteter Archive ohne Premiumaccount
– Verwaltung von Premiumaccounts
und vieles mehr 🙂

1. Java und unrar installieren

Als erstes muss eine Java-Laufzeitumgebung (JRE) und ein Entpacker für Rar-Dateien auf dem Rechner installiert sein. Dazu spielt man über den jeweiligen Paketmanager das Paket sun-java6-jre (original Sunjava) oder openjdk-6-jre (OpenJava oder Icedtea) und unrar (für automatisches Entpacken von rar-Archiven) ein. Für Debian testing und unstable empfehle ich die Open-Variante, da ich in einem Blog der Java-Mantainer gelesen habe, dass im nächsten Release wahrscheinlich OpenJava der Vorzug geben wird.

2. Java-Laufzeitumgebung als Standard einrichten

Das häufigste Problem, warum JD nicht startet ist die Verwendung der falschen Java-Version.
Um die richtige Version einzustellen folgendes als Root im Terminal eingeben:

/usr/sbin/update-alternatives –config java

Im anschließenden Auswahlmenü den Punkt der original Laufzeitumgebung oder wie in meinem Fall der OpenJava-Umgebung wählen.

/usr/lib/jvm/java-1.6.0-sun/jre/bin/java

bzw.

/usr/lib/jvm/java-6-openjdk/jre/bin/java

3. JDownloader herunterladen

Man läd sich von der Homepage die aktuelle Version des JD herunter und entpackt sie im Homeverzeichnis.

4. Jdownloader starten und Verknüpfung im Startmenü anlegen

Als erstes testet man, ob Jdownloader auch startet. Dazu ruft man es mit diesem Befehl auf:

java -jar /home/benutzer/JDownloader/JDownloader.jar

Wenn der Start erfolgreich war könnt Ihr im Auswahlmenü auf Deutsch umstellen und FlashGot installieren.

Da die Sofware nun läuft kann man mit o. g. Kommando einen Startbefehl über seinen Menüeditor anlegen.
Jdownloader läuft mit OpenJava

Troubleshooting:
Mir ist es schon einmal passiert, dass JD mitten beim Update abgebrochen hat und sich anschließend nicht mehr starten lies.
Man kann das Update dann manuell anstoßen, mit:

java -jar /home/benutzer/JDownloader/jdupdate.jar

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